
Heinz Denniger, stellvertretender Bürgermeister.
Der Bolzplatz in Hervest-Dorsten an der Josef-Kirche – ein Trauerspiel. Anwohner hatten sich über den Lärm dort spielender Kinder beschwert, die Folge: Der Bolzplatz ist seit Jahren gesperrt. Jetzt fordert das Jugendparlament, diesen Platz wieder zu öffnen. Und das Jugendparlament hat Recht! Kinder und Jugendliche brauchen Spielmöglichkeiten, nicht irgendwo, nicht irgendwelche – und der Bolzplatz im Herzen von Hervest-Dorsten bietet sich einfach an.
Die SPD schließt sich der Forderung des Jugendparlamentes an. Zwar ist im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ ein neuer Jugendtreff auf dem alten Zechengelände geplant, doch bis das Gebäude eröffnet werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Für die Übergangsphase soll die Stadt Dorsten den Bolzplatz wieder öffnen.
Und die Reaktionen der klagebereiten Nachbarn? Dazu hat die SPD eine klare Meinung: Notfalls muß es die Stadt darauf ankommen lassen, daß Nachbarn klagen. Denn wie ein solcher Rechtsstreit ausgehen könnte, läßt sich heute nicht zuverlässig prognostizieren. Immerhin hat auf Gesetzgeberebene ein erstes Umdenken eingesetzt. Der Lärm spielender Kinder steht heute nicht mehr auf einer Stufe mit Verkehrslärm oder Lärm durch Gewerbe- und Industriebetriebe. Die ersten Paragraphen der Bauordnung sind geändert, Nachbarn müssen nun unter bestimmten Voraussetzungen Kinderlärm „ertragen“.

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