Platz, dass sich was dreht

Umwelt


Dirk Schult, SPD-Sprecher im Umwelt- und Planungsausschuß.

Der Anteil der Windenergie an der Gesamtstromproduktion soll bis 2020 von heute 4 % auf 15 % steigen. Diese Vorgabe macht das Land NRW den Kommunen. Diese müssen dazu die notwendigen Flächen planungsrechtlich schaffen. In Dorsten gibt es derzeit 4 Windkraftkonzentrationsflächen mit zusammen rund 108 ha - zu wenig, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Dorsten muß also weitere Flächen ausweisen, dazu muß der Flächennutzungsplan geändert werden. Der Umwelt- und Planungsausschuß (UPA) gab dazu in seiner letzten Sitzung den Startschuß - einstimmig.

Dorsten ist eine Flächenstadt mit vielen Wiesen und Wäldern - dennoch dürfen die Windkraftanlagen nicht überall stehen. Es gibt Mindestabstände zu Einzelgebäuden und Siedlungsbereichen (400 m) oder bspw. zu Infrastruktureinrichtungen (100 m). Außerdem müssen die Flächen mindestens 10 ha groß sein, damit nicht nur eine Anlage darauf errichtet werden kann. Weitere Ausschlußkriterien sind zum Beispiel der Abstand zu Naturdenkmälern, Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten, außerdem spielt auch das Landschaftsbild eine wichtige Rolle.

Alle Kriterien zusammengefaßt, legte die Verwaltung nun einen Planentwurf vor, der auf insgesamt rund 200 ha 8 neue Flächen für Windkraftanlagen vorsieht: Lembeck-Wessendorf, Lembeck Wessendorfer Elven-Süd, Gälkenheide südlich Muna, Wulfen südlich Kläranlage Wulfen, Holsterhausen Emmelkämper Brauck, Lembeck Wessendorf (Mühlenberg), Rombrock und Lange Heide.

Dirk Schult, SPD-Sprecher im UPA, begründete das "Ja" der SPD wie folgt: "8 zusätzliche Flächen für neue Windkrafträder sind ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Die Prüfung der Verwaltung hat weitere mögliche Flächen aufgezeigt, die derzeit jedoch aus ökologischen und/ oder "ästhetischen" Gründen nicht genutzt werden sollen. Wir wollen zum jetzigen Zeitpunkt über diese ausgeschlossenen Flächen nicht diskutieren und unterstützen den Entwurf der Verwaltung, erst einmal 8 zusätzliche Flächen auszuweisen. Daß wir in Zukunft aber nicht auch über die bislang ausgeschlossenen Flächen nachdenken müssen, schließen wir nicht aus".

Nach der Zustimmung des UPA kann das Änderungsverfahren nun beginnen. Das sieht u. a. auch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in Form von Bürgerversammlungen vor. Dazu Dirk Schult: "Wir müssen die Bevölkerung mit ins Boot nehmen, sie überzeugen. Es zeigt sich ja, daß die Akzeptanz von neuen Windkraftanlagen nicht mehr automatisch gegeben ist, vielmehr formiert sich immer wieder Widerstand".

 

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