ÖPNV: Interessen der Fahrgäste beachten – Einflussmöglichkeiten behalten

Verkehr

Friedhelm Fragemann
Friedhelm Fragemann, SPD-Fraktionsvorsitzender.

„Es ist gut, daß sich ProBahn nun in die Diskussion um den ÖPNV in Dorsten einmischt“ begrüßt die Dorstener SPD die Stellungnahme von Lothar Ebbers vom Fahrgastverband ProBahn. Die SPD hatte zuvor bereits das scheinbare Erfolgsmodell Niag kritisch betrachtet, zum Beispiel auf das geringere Lohnniveau der Fahrer hingewiesen. „In der momentanen ÖPNV-Diskussion darf es aber nicht nur um die Senkung des Dorstener Beitrages gehen. Vielmehr müssen auch die Interessen der Fahrgäste berücksichtigt werden“ lobt der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Fragemann die ProBahn-Stellungnahme. „Jetzt fließen endlich zusätzliche Aspekte in die Diskussion ein. Von der Ratsmehrheit wurde diese schlicht auf das Finanzielle eingeengt“.

Die SPD hatte Lothar Ebbers zur letzten Fraktionssitzung eingeladen, um sich ein Bild vom ÖPNV-Angebot im Kreis Wesel zu machen. Sein Fazit: in den Abendstunden wurden Busse gestrichen, ganze Siedlungen wurden vom regulären Fahrplan abgehängt, die Taktzeiten wurden verlängert, die Anschlüsse funktionieren nicht. Bezogen auf Dorsten ergeben sich da eine Vielzahl offener Fragen: Wann würden die letzten Busse fahren? Bleibt Östrich ans Busnetz angeschlossen? Gibt es für das Wochenende nur noch eine Art Notfahrplan? Bleibt es beim 30-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten? Wie klappen die Übergänge?

Michael Baune, SPD-Stadtverbandsvorsitzender, faßt zusammen: „Wir haben „ja“ zum Haushaltssanierungsplan gesagt – und dazu gehört auch, nach Einsparungen beim ÖPNV-Beitrag zu suchen. Aber das Niag-Konzept ist kein Allheilmittel, uns bleiben da zu viele Fragen offen“.

Zum Beispiel auch die, welchen Einfluß die Stadt noch auf den Fahrplan nehmen kann. Friedhelm Fragemann erinnert da an die Diskussion zur Gründung der Netzgesellschaft: „Neben finanziellen Vorteilen für die Stadt war ein wesentliches Kriterium auch, daß die Stadt Einfluß nehmen kann, mit gestalten kann“. Gleiches gilt jetzt auch für den ÖPNV. Fragemann: „Wir haben langfristig nichts gewonnen, wenn kurzfristig nur die Senkung der ÖPNV-Kosten im Vordergrund steht – die Stadt am Ende aber keinen Einfluß mehr nehmen kann, wie viele Busse wohin und wann fahren“.

 

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