Dirk Schult, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender. Die Musikschule Dorsten hat eine Zukunft! Die Verwaltung stellte heute im Kulturausschuß ihr Zukunfts-Konzept vor. In seinem Kern: Nach dem altersbedingten Ausscheiden der heutigen hauptamtlichen Lehrkräfte wird es in Zukunft nur noch eine Hauptkraft geben, den Leiter der Musikschule. Dieser wird je zur Hälfte in der Verwaltung und als Lehrkraft eingesetzt. Alle anderen Lehrerinnen und Lehrer sind Honorarkräfte. Weitere Bestandteile des Konzeptes: Durch Flexibilisierung sollen neue Schüler gewonnen werden. So ist eine noch engere Kooperation mit Schulen oder Vereinen geplant, denkbar sind 10er-Karten oder Unterricht direkt in den Stadtteilen, also fast „vor Ort“. Unter dem Strich soll damit der Zuschußbedarf von zuletzt rund 260.000 Euro auf 160.000 Euro sinken und damit die Forderungen des Haushaltssanierungsplans erfüllen.
Alle Fraktionen lobten das Konzept der Verwaltung. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte haben nun Gewissheit, wie es weiter geht – und vor allen Dingen: DASS es weiter geht.
Daß die Musikschule weiter bestehen kann, hat aber auch einen Preis. Darauf wies SPD-Sprecher Dirk Schult hin. „Die zukünftige Musikschule wird – bis auf ihren Leiter – nur noch Honorarkräfte haben, fast alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen werden abgewickelt“. Die SPD bat die Verwaltung, in die noch ausstehende Beschlußvorlage auch aufzunehmen, wie die Honorare der Lehrkräfte in der Zukunft regelmäßig erhöht werden können.
Wie geht es nun weiter? Nach der Zustimmung durch den Ausschuß wird nun der Förderverein der Musikschule befragt. Im nächsten Kulturausschuß (vermutlich im September, jedenfalls nach der Kommunalwahl) wird es dann die endgültige Beschlußvorlage geben. Dann liegt es an den Dorstenerinnen und Dorstener, ob es weiterhin eine Musikschule in Dorsten geben wird. Denn auch die „neue“ Musikschule braucht: Schülerinnen und Schüler. Derzeit sind das rund 1100.