Michael Gerdes wünscht ein frohes Fest

Allgemein


Michael Gerdes, Mitglied des Bundestages.

Liebe Dorstenerinnen und Dorstener,

ein arbeitsintensives Jahr neigt sich dem Ende zu, die Weihnachtspause steht vor der Tür. Für mich heißt das: Zeit für die Familie, Zeit zum Kraft tanken, Zeit zum Gedanken sortieren: Welche Themen haben die politische Agenda bestimmt, was haben wir als SPD im Bundestag geschafft, was steht in den kommenden Monaten an?

Die Große Koalition regiert nun ein Jahr. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Besonders beeindruckend ist für mich das Tempo von Arbeitsministerin Andrea Nahles: Mindestlohn, abschlagsfreie Rente ab 63 nach 45 Beitragsjahren, Mütterrente, mehr Geld bei Erwerbsminderung. Die SPD verbessert derzeit die Grundlagen für faire und würdevolle Arbeit in unserem Land. Allein in der Emscher-Lippe-Region werden laut Schätzung des DGB mehr als 13 000 Menschen vom Mindestlohn profitieren! Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt an. Das stimmt mich positiv. Trotzdem bleibt viel zu tun, denn wir beobachten auch, dass sich Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt und es immer mehr Minijobs, Teilzeitstellen oder Leiharbeit gibt. Hier gilt es gegenzusteuern. Bei den jungen Menschen müssen die Übergänge zwischen Schule und Beruf besser organisiert werden. Unser Ziel ist es, die Lücke zwischen unbesetzten Ausbildungsstellen und unversorgten Jugendlichen zu verringern. Am 12. Dezember hat die Bundesregierung im Einklang mit Wirtschaft und Gewerkschaften die Allianz für Aus- und Weiterbildung geschlossen. Dabei geht es um die Bereitstellung von mehr betrieblichen Ausbildungsplätzen, ausbildungsbegleitende Hilfen für Azubis und Unternehmen sowie verstärkte Anleitung bei der Berufsorientierung. Unterm Strich geht es um mehr Chancen für junge Menschen, aber auch darum, dem Fachkräftemangel vorzubeugen. Ich hoffe sehr, dass sich diese Allianz auch positiv auf unsere Region auswirken wird, insbesondere dann, wenn der Bergbau 2018 endgültig beendet ist und auch die dortigen Ausbildungsplätze nicht mehr zur Verfügung stehen.

 

Auch die Energiepolitik bleibt eine Debatte, die für uns in NRW von hoher Relevanz ist, aktuell befeuert durch die Vorschläge zur stärkeren Regulierung von Kohlekraftwerken. Ja, wir müssen und wollen umweltfreundlicher werden, aber wir wollen auch verlässliche und bezahlbare Energie. Wir dürfen nicht zulassen, dass insbesondere in NRW die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie durch hohe Strompreise gefährdet wird. Wir brauchen die Wertschöpfungspotentiale der Industrie und die dort zur Verfügung stehenden Arbeits- und Ausbildungsplätze. Unsere Region hat seit Jahren mit Einschnitten und Arbeitsplatzverlusten zu kämpfen. Gerade deshalb müssen wir ökologische, soziale und wirtschaftliche Belange gleichrangig betrachten. Die Industrie in NRW ist ein Standortvorteil, diesen will ich gemeinsam mit meinen SPD-Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarwahlkreisen erhalten.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neues Jahr!

Michael Gerdes.

 

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