Friedhelm Fragemann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Über 7 Brücken mußt Du gehen... – als Peter Maffay diesen Hit in den 70er Jahren komponierte, da hatte er Barkenberg wohl noch nicht gesehen. In Barkenberg stehen nämlich mehr als nur 7 Brücken – und sorgen für die strikte Trennung zwischen dem Kfz-Verkehr sowie Fußgängern und Radfahrern. Ein einzigartiges Verkehrskonzept – entworfen in den 1960er Jahren, aber auch heute noch modern und richtungsweisend. Leider sind die dieses Konzept tragenden Brücken in die Jahre gekommen – gleich 3 von ihnen waren marode und mußten abgebrochen werden. Was nun? Im Umwelt- und Planungsausschuß scheiterte ein SPD-Antrag, marode Brücken im Falle eines notwendigen Abbruchs nur durch neue Brücken zu ersetzen.
Die gelbschwarze Ratsmehrheit möchte stattdessen in jedem Fall ergebnisoffen prüfen, ob eine neue Brücke gebaut wird oder eine ebenerdige Querung der Fahrbahn errichtet werden soll. Wird so ein einzigartiges Verkehrskonzept zerstört? Angesichts der Dorstener Kassenlage ist zu befürchten, daß ausschließlich der Rotstift die Entscheidung treffen wird. Ist eine ebenerdige Querung günstiger, dann wird es wohl keine neue Brücke geben.
Bei einem Ortstermin nahmen Vertreter von SPD-Fraktion und des Ortsvereins Wulfen das Barkenberger Verkehrskonzept noch einmal unter die Lupe. Die sichere Querung der Straßen mittels Brücken und Tunneln – sicherer geht es kaum. Und auch die Autofahrer profitieren von diesem Konzept – ampelfrei durch einen ganzen Stadtteil. Wo gibt es das sonst? „Wir wollen, daß das erhalten bleibt“ faßte Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragemann seine Eindrücke nach dem Rundgang zusammen. Mehr als 7 Brücken sollen es weiter in Barkenberg sein...