
Dirk Schult, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender.
Ertappt. Helmut Linssen, CDU-Schatzmeister und ehemaliger NRW-Finanzminister, ist aufgeflogen. Sein Name steht auf einer Steuer –CD. Linssen hatte eine Erbschaft von seiner Mutter in Steueroasen bzw. Briefkastenfirmen angelegt. Linssen flog auf, hatte aber Glück: Durch die Verjährungsfristen ging es nur noch um die Jahre 2001 – 2005, und in diesem Zeitraum machte Linssen keine Zinsgewinne, konnte also keine Steuern hinterziehen. Die Staatsanwaltschaft stellte daraufhin das Strafverfahren ein.
Und was sagt der Finanz-Profi zu all dem? Schlechtes Gewissen? Nö. Laut Stern sei er „aus dem Verfahren makellos herausgekommen“. So weit, so üblich und wenig überraschend. Linssen hat aber noch etwas anderes verlautbaren lassen. Es mußte ein Erbe geregelt werden – und „wir haben die teuerste Variante gewählt, die keine Erträge brachte“. Ach so, Geld in einer Steueroase anlegen, um KEINE Gewinne zu machen. Na, das ist dann doch wirklich mal eine verblüffende Aussage – und zwar verblüffend schlicht für einen Schatzmeister!

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