Friedhelm Fragemann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Eine nackte Zahl macht die Dramatik deutlich: 70.000 Sozialleistungsempfänger leben im Kreis Recklinghausen. „Daß die Bundesregierung jetzt auch noch die Mittel zur Arbeitsmarktförderung drastisch zusammengestrichen hat, ist ein Skandal!“ erklärt Michael Baune, Vorsitzender des SPD Stadtverbands Dorsten. „Es werden nachweislich in Dorsten erzielte Erfolge des Jobcenters gefährdet. Nur durch eine nachhaltige Absicherung von Sozial- und Arbeitsmarktprojekten kann verhindert werden, dass so wichtige Qualifizierungsangebote wie die „Dorstener Arbeit“ den Bach runter gehen.
Gleiches gilt für das Projekt „Soziale Stadt Hervest“, denn auch hier geht es unter anderem um wichtige Impulse für die lokale Ökonomie, es geht um Bildung und Integration.“ Eine Einschätzung, die auch die „Profis“ Klaus Lammers, Herbert Averkamp und Jürgen Erhard (Jobcenter, Dorstener Arbeit) beim Besuch von Landrat Cay Süberkrüb teilten. Baune weiter: „Es ist doch völliger Irrsinn und ohne jede Perspektive, mit Steuermitteln Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Vielmehr macht es Sinn, mit dem gleichen Geld gezielte Arbeitsförderung und Integration zu betreiben. Ein Blick nach Dorsten würde so manchem verdeutlichen, wie sinnvoll und erfolgreich Jobcenter und Dorstener Arbeit dieses Geld einsetzen.“
Die Dorstener SPD hat aber nur wenig Hoffnung, mit diesen Appellen bei der schwarzgelben Bundesregierung Gehör zu finden. „Wir können nur auf die Bundestagswahl und einen Regierungswechsel hoffen“ blickt SPD-Fraktionsvorsitzender Friedhelm Fragemann in die Zukunft.