
Friedhelm Fragemann, SPD-Fraktionsvorsitzender.
Lob an die Verwaltung! Über den jüngsten SPD-Antrag im Umwelt- und Planungsausschuß (UPA) musste erst gar nicht mehr abgestimmt werden – die Verwaltung hatte bereits vor der jüngsten UPA-Sitzung begonnen, die im SPD-Antrag angefragten Informationen einzuholen.
Seit Wochen riecht es jede Nase – Dorstens Bauern fahren wieder Gülle auf ihren Feldern aus. Es stinkt schon lange – und erschreckend ist manchmal auch die Größe der eingesetzten Gülletransporter. Richtige „Monstertrucks“, wie SPD-Sprecher Dirk Schult ausführte. Welche Gefahren drohen damit dem Trinkwasser? Der SPD-Antrag stellte 5 Fragen:
1. Zu welchen Zeiten darf Gülle aufgebracht werden?
2. In welchem Umfang darf Gülle pro qm in welcher Zeit aufgebracht werden?
3. Wodurch bzw. inwieweit ist eine regelmäßige Kontrolle sichergestellt?
4. Inwieweit wird die betroffene Bevölkerung, die auf Eigenbrunnenversorgung angewiesen ist, regelmäßig informiert?
5. Inwieweit sind im Kreisgebiet alle Gülle- Unternehmer tatsächlich erfasst?
Von besonderem Interesse ist dabei die Kontrolle. Natürlich gibt es einschlägige und einsehbare Vorschriften, wer wann wo wie viel Gülle ausfahren darf. Nur – wer kontrolliert das? Und wie? Und wie oft?
Der zuständige Kreis hat erste Antworten gegeben, die letzten Fragen kann aber nur die Landwirtschaftskammer geben. Ihre Stellungnahme steht noch aus, dann wird die Verwaltung in einer der nächsten UPA-Sitzungen den Stand der Dinge und des Geruches mitteilen.

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