Eon & Co schalten sich selber ab!

Arbeit und Wirtschaft


Dirk Schult, SPD-Ratsherr aus Holsterhausen.

Deutschland braucht die Energiewende. Mögen die 4 Atomstromproduzenten in Deutschland das auch verneinen, der beginnende oder auch nur drohende Klimawandel läßt daran keinen Zweifel aufkommen. Doch so langsam wird klar: Die Energiewende ist nicht nur eine technische Frage. Also Kohle- und Atomkraftwerke abschalten und dafür die Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke oder die Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen. Sondern die Energiewende ist auch eine Frage, WER denn den Strom der Zukunft produzieren soll.

Bislang teilen die 4 großen Stromversorger RWE, Eon, EnBW und Vattenfall 80 % des Strommarktes unter sich auf. Und machten mit ihren Atomkraftwerken richtig Kasse. Der beschlossene Atomausstieg und die Abschaltung der ersten Kernkraftwerke reißen jedoch Löcher in die Bilanzen. Als erster Konzern reagierte nun Eon; das Essener Unternehmen kündigte die Entlassung tausender Mitarbeiter an. Sagt aber auch eine Woche nach dem Bekanntwerden dieser Absichten immer noch nicht, wo und wie viele genau. Die Mitarbeiter zittern und sorgen sich um ihre Zukunft – zynischer kann ein Konzern nicht mit seinen Angestellten umgehen. Denn es waren ja gerade sie, welche die Gewinne in den letzten Jahren erarbeitet haben. Aber konkrete Pläne für die Entlassungen – Fehlanzeige.

Genauso fehlen Pläne, wie denn die 4 großen Energieunternehmen in Zukunft ihren Strom produzieren wollen. Die Schuld für die aktuellen Probleme schieben Eon & Co derweil der Politik in die Schuhe – der Atomausstieg sei schuld. Merkel, Westerwelle & Co haben vieles falsch gemacht, aber für die Probleme im Hause Eon & Co sind sie ausnahmsweise nicht verantwortlich.

2001 wurde der Atomausstieg beschlossen, damals von der rotgrünen Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder. Ein sanfter Ausstieg, die Energiekonzerne bekamen etwas mehr als 20 Jahre Zeit, noch bares Geld mit ihren Atomkraftwerken zu verdienen und an Konzepten für die Energieversorgung von morgen zu arbeiten. Was haben Eon & Co in den letzten 10 Jahren zustande gebracht? Folgt man der Argumentation der Eon-Chefetage: nichts. Es gibt scheinbar immer noch keine Pläne für die Zeit nach dem Atom-Aus!

Stattdessen sollen Entlassungen nun die Bilanzen retten. Kurzfristig mag das vielleicht noch gelingen, langfristig stehen Eon & Co jedoch vor dem Aus. Denn erstens kostet ein solcher Umgang mit Mitarbeitern Ansehen – und Image ist unbezahlbar und unverzichtbar. Und zweitens werden neue Stromanbieter auf den Markt drängen. Die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Die sauberen Strom anbieten – und ein sauberes Image haben. Die Kunden haben die Macht. Sie können nicht nur darauf achten, wie ihr Strom produziert wird, sie können auch darauf achten, wie ihr Stromlieferant mit seinen Mitarbeitern umgeht.

 

Homepage SPD-Stadtverband Dorsten

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 002709927 -

Termine

SPD Ortsverein Altendorf-Ulfkotte

OV Vorsitzende

Nina Horbelt

Nina.Horbet@spd-dorsten.de

 

Stadtverband

Stephan Erbe                                                                                                                    komm. Stadtverbandsvorsitzender

stephan.erbe@spd-dorsten.de

Friedhelm Fragemann
Fraktionsvorsitzender

fraktion@spd-dorsten.de

Michael Hübner
Landtagsabgeordneter

andreas.dunkel@landtag.nrw.de

Michael Gerdes
Bundestagsabgeordneter

michael.gerdes(at)bundestag.de

 

 

Counter

Besucher:2709928
Heute:777
Online:3