Michael Hübner, SPD- MdL überzeugt mit seinem Engagement. 1. Frage: Du bist ein engagierter Landtagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Düsseldorfer Landtag. An deinem Tagesablauf ist erkennbar, dass du weit mehr als 40 Stunden in der Woche arbeitest. Hand aufs Herz – ab wann muss ein Politiker auch an sich denken?
Michael Hübner: Wenn die 60- Stunden- Woche dauerhaft überschritten wird!
2. Frage: Hannelore Kraft, auch SPD- Landesvorsitzende, will im Mai 2017 wieder Ministerpräsidentin von NRW werden. Eine starke SPD ist die Voraussetzung dafür. Ist alles gerichtet, oder muss die Partei, müssen die Abgeordneten, Mitglieder und Sympathisanten noch eine gewaltige Schippe an Engagement drauflegen?
Michael Hübner: Mit Hannelore Kraft haben wir die beste und überzeu- gendste Kandidatin. Aber wir alle müssen noch mehr „Gas geben“, um die Wahl für uns zu entscheiden.
3. Frage: Die demokratischen Parteien verlieren weiter Mitglieder. Auch die SPD- Basis in Dorsten ist schmaler geworden. Welchen wichtigsten Vorschlag (in einem Satz) würdest du der neuen, enga- gierten Lippestadt- SPD- Vorsitzenden Jennifer Schug mit auf poli- tischen Weg geben?
Michael Hübner: Ein Satz geht nicht. Man muss immer am Ball bleiben, die wichtigen Themen erkennen und aufgreifen und vor allem vor Ort präsent und ansprechbar sein – und immer ein Aufnahmeformular griffbereit haben. Die Menschen möchten nämlich gefragt werden, ob sie beitreten wollen. Abwarten, dass jemand von alleine zu uns kommt bringt nichts. Hinzu kommt, dass wir immer wieder attraktive Veranstaltungsformen finden müssen, die die BürgerInnen ansprechen. Man muss sich zum Ziel setzen und als stetige Aufgabe vornehmen, die Mitgliederzahlen zu halten und wenn es geht zu erhöhen. Dazu ist aber immer sehr viel Engagement nötig – vor allem von den FunktionärInnen und MandatsträgerInnen.
Vielen Dank, Michael Hübner.