
Hans-Peter Müller, direkt gewählter Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis 72.
1. Frage: In 10 Monaten wird der Landtag in Düsseldorf neu gewählt. Du wurdest bereits ein Mal beeindruckend und direkt in Haltern am See, Oer-Erkenschwick Teilen von Datteln, von Marl und den Dorstener Norden gewählt. Wie beurteilst Du Deine Aussichten für Mai 2017?
Hans-Peter Müller: Da halte ich es wie SportlerInnen vor einem großen Wettkampf. Die Vorbereitung war gut, wird gut sein, das Ergebnis ist abzuwarten. Hannelore Kraft und die SPD-Landtagsfraktion haben in unserer Regierungszeit in NRW gute Arbeit geleistet. Auch die gesamte SPD hat beeindruckendes Engagement von den Kommunen, über's Land, auch in Berlin und in der EU gezeigt. Dabei sind wir unseren Grundsätzen treu geblieben und setzen uns für Solidarität und Gerechtigkeit ein, genauso wie für Nachhaltigkeit und Frieden - in unserer Gesellschaft wie auf der Welt. Allerdings müssen wir auch gestehen, dass unser Land NRW, die Bundesrepublik und Europa vor großen Herausforderungen stehen. Die Menschen haben Angst, Angst vor denTerroranschlägen, Angst vor einer Überfremdung unserer Gesellschaft, Angst vorsteigenden Soziallasten, die nicht mehr gerecht verteilt werden könnten,Angst vor der Armutsschere, die sich weiter öffnet, Angst vor Krieg. Angst ist aber in schlechter Berater bei Wahlen. Ein Rechtsruck ist auch in unseren Nachbarländern zu spüren. Dieser Rechtsruck hat seine Ursache darin, dass die BürgerInnen Halt suchen. Eine strenge Regierung, strenge Sicherheitsvorkehrungen, Ausgrenzung scheinen für manche die Antwort der Zeit zu sein. Dass die Alternativen keine Alternative sind, das bemerken die Menschen nicht, weil sie den starken Worten der Agitatoren folgen möchten.Unsere Werte in unserer Gesellschaft, demokratische Strukturen und das Parteiensystem unserer etablierten Parteien werden dabei in Frage gestellt. Es gilt jedoch unsere Demokratie wieder zu stärken, Vertrauen neu aufzubauen und die Menschen darin zu bestärken, dass wir uns gemeinsam den Herausforderungen stellen müssen. Somit ist mein größter Wunsch zunächst, dass man die Wahlen als Chance sieht, den etablierten Parteien den Auftragzu geben, das Gleichgewicht in unserem Lande zu bewahren und auf Demokratie zu setzen und nicht auf Panikmache und Ausgrenzung. Bei der Herausforderung den Menschen zu vermitteln, dass wir die wirkungsvollsten Antworten für unsere Zeit geben können, möchte ich mitwirken. Dabei möchte ich meine Person nicht im Besonderen herausstellen. Ich kandidiere als SPD-Mitglied und habe begleitend in meinem Wahlkreis mit den SozialdemokratInnen vor Ort sehr gut zusammen gearbeitet. Diesozialdemokratische Landespolitik ist meine Herzensangelegenheit, das möchte ich weiterhin engagiert nach außen tragen. Ich hoffe, dass ich das Vertrauen, das man mir und der SPD 2012 eindrucksvoll entgegengebracht hat, durch meine Arbeit als Landtagsabgeordneter und durch einen engagierten Wahlkampf bestätigen kann und dass ich dazu beitrage, dass wir gemeinsam die WählerInnen von unserem eingeschlagenen Weg und unserem Wahlprogramm überzeugen werden.

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