In einem Brief an zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer zieht der Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen, Dr. Hans-Udo Schneider, die Bilanz des Wahlkampfs. Das Schreiben hat folgenden Wortlaut:
Liebe Bürgerinnen und Bürger; Liebe Freundinnen und Freunde; Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es ist die letzte Woche eines harten und langen Wahlkampfs – Zeit, eine Bilanz zu ziehen:
Wir haben den Kommunalwahlkampf sehr früh schon zu Beginn des Jahres eröffnet, um außerhalb der so genannten heißen Wahlkampfphase zu verdeutlichen, wofür ich als Bürgermeisterkandidat von SPD und Bündnis 90/Die Grünen stehe, welches Konzept ich habe.
Dies hat die anderen Parteien offenbar überrascht und Amtsinhaber Lambert Lütkenhorst von der CDU gezwungen, nachzuziehen und an dem einen oder anderen Punkt zu handeln. „Opposition ist Mist“, sagt der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering immer wieder. Sicher, wer das Ruder in der Hand hat, bestimmt die Richtung. Dennoch hat sich in diesem Wahlkampf schon einiges bewegt, weil wir Inhalte gesetzt und Druck gemacht haben.
Ich nenne ein paar Beispiele: Das Netzwerk Kindeswohl als ein Frühwarnsystem im Sinne der Kinder hatte ich schon vor geraumer Zeit vorgeschlagen, nun ist es endlich angeschoben. Nach der von uns initiierten schulpolitischen Debatte soll jetzt eine Busverbindung zwischen Wulfen und Lembeck geschaffen werden, damit die Hauptschule in Lembeck besser zu erreichen ist. Auch die Montessori-Schule soll erweitert werden, denn offenbar lässt das Dorstener Schulangebot doch so manchen Elternwunsch offen. Endlich wurden die verkrusteten und überkommenen Schulstrukturen in Dorsten diskutiert.
Nicht anders ist es in Fragen der Energieversorgung. Auch hier haben wir die Akzente gesetzt. Erst nach unserer Veranstaltung über die für Dorsten notwendige Energiewende, entdeckten auch Lambert Lütkenhorst und die CDU das Thema und sprangen auf den fahrenden Zug, wenngleich halbherzig. Dass eigene Stadtwerke oder Kooperationen mit einem Energieversorgungsunternehmen im wahrsten Sinne des Wortes ein Gewinn für die Stadt sein können, zeigt ein Blick in die Nachbarstädte Herten und Gelsenkirchen. In Gelsenkirchen ist mit dem hochmodernen und attraktiven Zoo namens Zoom ein weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannter Publikumsmagnet entstanden. Ohne die Tochter der Stadt Gelsenkirchen, der Gesellschaft für Energie und Wirtschaft (GEW), mit Anteilen am regionalen Energieversorger wäre diese Investition nicht denkbar gewesen.
Ein weiteres Beispiel ist das Thema Bürgerbeteiligung. Erst als ich meine Reihe Schneider vor Ort ankündigte regte sich auch der Bürgermeister und berief eilig Bürgerforen, später nannte er dann seine Besuche in den Stadtteilen Bürgermeister vor Ort.
In unzähligen Veranstaltungen habe ich mein fünf Punkte umfassendes Konzept (echte Bürgerbeteiligung und Stärkung der Ortsteile, Energiewende für Dorsten, eine Schulpolitik, die dem Elternwillen gerecht wird und Kinder fördert, ein Gesamtkonzept für Fürst Leopold, Gestaltung des demografischen Wandels u.a. durch Nachbarschaftshilfe) für die nächste Zukunft unserer Stadt erläutert und diskutiert. Aber welches Konzept hat eigentlich Lambert Lütkenhorst?
Dass sich auf der Fläche von Fürst Leopold endlich etwas tut, ist überfällig. Das Programm Soziale Stadt zu nutzen, um in Hervest etwas voranzubringen ist eine Selbstverständlichkeit und das Mindeste, was von einer Verwaltung zu erwarten ist.
Einen letzten Punkt will ich nennen: Seit Jahren schlummern die Gewerkschaften in Dorsten im Dornröschen-Schlaf. Wir haben den Kontakt zu den Gewerkschaften gesucht, und so gab es in diesem Jahr am Vorabend des 1. Mai endlich wieder eine Veranstaltung, wurden Arbeitnehmerinteressen in und für Dorsten diskutiert. Ist es da erstaunlich, dass mich mein langjähriger Freund, der DGB-Vorsitzende in NRW, Guntram Schneider, im Wahlkampf unterstützt? Noch in dieser Woche wird er in einer großformatigen Zeitungsanzeige erneut für mich werben, weil er weiß, dass Arbeitnehmerinteressen bei mir in guten Händen sind.
Unabhängig vom Ausgang der Wahlen kann ich schon jetzt feststellen, dass Bewegung in unsere Stadt gekommen ist. Diesen neuen Schwung sollten wir über den 30. August im Sinne der Stadt mitnehmen. Die beste Möglichkeit dazu ist, mich zum Bürgermeister zu wählen. Daher nochmals meine Bitte: Jetzt nicht nachlassen, weitermachen wie bisher, denn Dorsten kann es besser – von A bis Z
Ihr/ Euer
Hans-Udo Schneider.