Dorstener Trink- und Grundwasser bedroht

Umwelt

Yasmin Fahimi, SPD-Generalsekretärin, nahm im April den Dorstener Appell gegen Fracking entgegen

Rohstoff Schiefergas wichtiger als Rohstoff Wasser?

Vor Jahren drohten viele eigene Brunnen im Dorstener Norden zu versiegen. Die Wasserentnahme aus den RWW-Tiefbrunnen, u.a. in der Üfter Mark, ließ den Grundwasserspiegel sinken. Die Folge für Eigenversorger: Brunnen aufgeben oder neu und tiefer bohren.

Heute bedroht ein viel schlimmeres Szenario unser wichtigstes Lebensmittel. Sieben Gesellschaften haben sich nämlich inzwischen Flächen unter Dorstener Gebiet reservieren lassen.

Das Ziel: Das in Tiefen zwischen 1000 und 4000 Meter im Gestein gebundene Schiefergas mit Hilfe von Druck, Wasser, Sand und hochgiftigen Chemikalien zu lösen und zu fördern.

Die Gefahr: Der Giftcocktail kann über viele „Stockwerke“ auch in Wasser führende Schichten gelangen.

Die Folge: Das Wasser, unser Lebensmittel Nr.1, ist dauerhaft verseucht.

Heute beschäftigt sich der Dorstener Umwelt- und Planungsausschuss mit dem Sachverhalt. Die Verfahrensschritte sind wie folgt:

 

Verfahrensschritte

1. Aufsuchung = Erlaubnis

Grundsätzlicher Rechtstitel, sichert Exklusivität, zeitlich befristet, Arbeitsprogramm und Tätigkeitsnachweis, keine örtlichen (Bohr-)Maßnahmen

2. Exploration = Genehmigung

Jeder einzelne Schritt (z.B. Bohrung, Frac-Test etc.) bedarf einer eigenen Genehmigung (Haupt- und Sonder-Betriebsplanverfahren), Abwägung mit entgegenstehenden öffentliche Interessen, Beteiligung der Kommunen, TÖB, Dritte z.B. Wasserwerke (Immissionsschutz, Wasserwirtschaft, Naturschutz). Aber: keine Umweltverträglichkeitsprüfung, wasserrechtliches Verfahren = Einzelfallentscheidung, Bürgerinformation in betroffenen Kommunen durch die Bezirksregierung Arnsberg.

3. Gewinnung = Bewilligung

Vollständig neues Verfahren, Festlegung der Bedingungen aufgrund der Explorationsergebnisse in Abstimmung mit TÖB etc., Umweltverträglichkeitsprüfung ab 500.000 m³, u. U. erneute wasserrechtliche Erlaubnis…

Quelle: Dorstener Stadtverwaltung

 

Fazit: Die inzwischen vorliegenden 7 Anträge beziehen sich bisher nur auf die Reservierung der Fläche, beinhalten (noch) nicht das Bohren und Fördern.  Klar muss aber sein, dass die Reservierung natürlich nur der erste Schritt ist, um auch die hier vermuteten Rohstoffe (Schiefergas) aufzuspüren (2. Schritt) und der 3. Schritt Gewinnung heißt. Sonst macht die Reservierung keinen Sinn.

 

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