Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sind in den letzten Jahren viele Menschen aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden.
Anke Pörksen, ASJ- Bundesvorsitzende und mögliche Justizministerin in einem eventuel-len Rot-Grünen Bundeskabinett 2013, begleitet seit zwei Jahren einen früher sicherungs-verwahrten Menschen auf seinem mühsamen Weg zurück in die Gesellschaft. Sie wird uns berichten von den mehr als 30 Jahren, die er in Haft verbracht hat, von den staatli-chen Überwachungsmaßnahmen und Wiedereingliederungsversuchen, von den Ängsten und Reaktionen der Bevölkerung und vom Umgang der Presse mit diesem Thema.
Über Fragen zur Sicherungsverwahrung, aber auch über Aspekte des Maßregelvollzugs, wie die Unterbringung von psychisch kranken Straftätern oder von Menschen mit Sucht-erkrankungen, möchten wir nachdenken und diskutieren.
Wie wollen wir mit Menschen umgehen, die schwerste Straftaten begangen haben und bei denen Gerichte eine nicht unerhebliche Wiederholungsgefahr sehen? Was passiert in der Sicherungsverwahrung? Wie werden Menschen auf ihre Entlassung vorbereitet? Wie soll der Übergang der Zeit zwischen Haft und vollständiger Selbständigkeit gestaltet werden? Können wir Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und das Recht auf Wiedererlan-gung der Freiheit garantieren? Welche Gesetze plant die Bundesregierung für die Siche-rungsverwahrung?
Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen und der SPD-Stadtverband Gladbeck laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einer interessanten Diskussion zu diesem wichtigen Thema ein.
Jens Bennarend, Vorsitzender der SPD-Gladbeck, MdL Michael Hübner und der Vorsit-zende der ASJ-Ruhr-Mitte, Bernd Freer betonen: „Wir freuen uns sehr, zu so einem heik-len und emotionsbeladenen Thema eine so kompetente Fachfrau wie Anke Pörksen in Gladbeck begrüßen zu können“.
Termin:
Donnerstag, den 14.06.2012
19:00 Uhr
Veranstalter:
ASJ Ruhr-Mitte
SPD- Stadtverband Gladbeck

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