MdB und MdL
Michael Hübner, Landtagsabgeordneter für Dorsten und Gladbeck sowie stellv. Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW. Die Schwarz-Gelbe Landesregierung steht vor massiven Problemen was den mittlerweile omnipräsenten Lehrer*innen-Mangel an den NRW-Schulen angeht. Es sollen und müssen rund 2000 neue Lehrer*innenstellen in diesem Jahr besetzt werden. Zur Behebung dieses Problems sollen aber auch noch zusätzliche 183 Stellen in der Landesverwaltung geschaffen werden um eben diesen Mangel zu verwalten.
Dazu meint der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete für Dorsten und Gladbeck, Michael Hübner: „Man kann niemanden erklären und es ist auch nicht nachvollziehbar warum 183 neue Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter eingestellt werden sollen, deren einzige Aufgabe es ist, den ohnehin offensichtlichen Ausfall der Stunden zu erfassen und zu verwalten. Die Mittel hierfür wären besser genutzt, wenn sie in die dringend gebrauchten Lehrkräfte investiert würden.“
Hübner redet Klartext: „Außerdem erwarten wir eine angemessene leistungsgerechte Entlohnung für alle Lehrer*innen. Vor allem die Leistungen der Berufseinsteiger*innen müssten deutlicher anerkannt werden. Des Weiteren wäre auch die Anhebung der Besoldung der Konrektor*innen vonnöten. Hierbei müssten allerdings auch die Arbeitsbedingungen besser gestaltet werden um diese Stellen wirklich attraktiv zu machen.“
Hintergrund:
Zurzeit werden alle Lehrer*innen bei Einstieg in die Berufslaufbahn nach A13/Eg13 unabhängig der Schulform eingruppiert. Ein erster Schritt wäre die höhere Besoldung von Lehrerinnen und Lehrern der Primarstufe (Grundschule), denn hier herrscht der größte Mangel. Ein weiteres Thema ist der Mangel an Schulleitern in NRW. Der soll durch das anwerben neuer Konrektorinnen und Konrektoren, die häufig diese Funktion später übernehmen, abgemildert werden. Darüber hinaus müssten rund 600 Sozialpädagogen zusätzlich eingestellt werden, um den hohen Anforderungen an die Schulsozialarbeit gerecht werden zu können. Themen wie zu große Lerngruppen oder die Betreuung durch ausgebildete sozialpädagogische Fachkräfte packt die schwarz-gelbe-Landesregierung aber nicht an. Diese Dinge sind höchst relevant für den Lernerfolg der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Dies wird daher auch weiterhin ein großes Problem an den NRW-Schulen bleiben.
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Veröffentlicht am 25.01.2018