
Dirk Schult, Ratsherr aus Holsterhausen.
Fünf Tage Sonnenschein und kein Regen – ist das endlich der Frühling? Oder gar schon der Früh-Sommer… Während wir im Westen endlich die Sonne genießen dürfen, bangen die Menschen in Bayern, Thüringen und Sachsen um ihr Hab und Gut. Wolkenbruchartige Dauerregenfälle ließen die Flüsse ansteigen, Deutschlands Süden säuft ab. Die Wetterkatastrophen, sie werden häufiger und extremer. Sind das schon die Vorboten für den Klimawandel – oder noch „normale“ Schwankungen? Auf jeden Fall sollten die Bilder aus Süd-Deutschland eine Warnung sein: So wie bisher darf die Menschheit nicht länger Energie verbrauchen – und besonders erzeugen. Wir blasen immer mehr klimaschädliches CO2 in die Luft. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Diskussion um´s Fracking zusätzliche Brisanz: Das Fracking ist nicht nur bei der Förderung umweltschädlich – es ist auch die falsche Energie, die gefördert werden soll. Denn das Schiefergas und Schieferöl ist nämlich ein fossiler Energieträger, bei dessen Verbrennung zusätzlich CO2 in die Luft geblasen wird.
Die Folgen sind heute schon in den USA zu sehen. Die großen Konzerne pumpen Milliarden in die Ausbeutung von Schiefergas und Schieferöl, mit allen bekannten Nebenwirkungen. Und gleichzeitig sinken die Investitionen in die erneuerbaren Energien. Fracking – mehr als nur EIN Irrtum. Auch Fracking kann nicht verhindern, daß die fossilen Brennstoffe irgendwann aufgebraucht sind. Es kann das Ende von Gas und Öl nur um ein paar Jahre hinauszögern. Was Menschen, Umwelt und Klima brauchen sind umweltfreundliche Energien. Das sollten die Bilder aus Süd-Deutschland klar machen.

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