Die Ausfahrten vom Aldi- und Getränkemarkt an der Borkener Straße bleiben weiter unübersichtlich - und damit gefährlich. In einem Brief lehnte der Bürgermeister die Vorschläge der SPD Holsterhausen ab, die Sicherheit beim Verlassen des Parkplatzes zu erhöhen.
Hintergrund: In Höhe der beiden Märkte an der Borkener Straße sind sog. Längsparker. Werden hier Autos abgestellt, ist die Sicht für den Parkplatz verlassende Autofahrer in Richtung Innenstadt ausreichend. Sind auf dem Parkstreifen jedoch LKWs, Wohnmobile oder Transporter abgestellt, sinkt die Sicht auf wenige Meter. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten sich darüber beklagt. Die SPD Holsterhausen schrieb daraufhin das Ordnungsamt an und schlug vor, entweder das Abstellen größerer Fahrzeuge auf dem Parkstreifen zu verbieten oder gegenüber den Ausfahrten auf der anderen Straßenseite Verkehrsspiegel aufzustellen.
Beide Vorschläge lehnt der Bürgermeister ab.
- Ein partielles Halteverbot für bestimmte Kraftfahrzeuge sei rechtswidrig.
- Die Aufstellung von Spiegeln zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sei umstritten.
- Die durch das Aufstellen von Spiegeln gemachten Erfahrungen seien negativ.
- Das Inanspruchnehmen von Spiegeln würde Verkehrsteilnehmer zusätzlich gefährden.
Der Bürgermeister lehnt aber nicht nur ab, sondern hat auch einen praktischen Tipp für alle Autofahrer, die den Parkplatz verlassen wollen und Schwierigkeiten haben, auf die Borkener Straße einzubiegen. Nach §10 StVO nämlich hat sich jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten, daß eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. "Erforderlichenfalls hat er sich einweisen zu lassen". Also - beim nächsten Einkauf nicht mehr alleine fahren. Vielleicht brauchen Sie ja einen Einweiser...
Ein kleines Hintertürchen läßt der Bürgermeister aber offen. Der Landesbetrieb Straßen NRW soll versuchen, das Parken von LKW durch bauliche Maßnahmen zu unterbinden. Die SPD Holsterhausen wird genau hinschauen, ob sich an der Ausfahrtsituation etwas verbessert.