Atomlobby geht in die Propaganda-Offensive

Allgemein

Die Atomlobby bläst zur Propaganda-Attacke. In ganzseitigen Zeitungsanzeigen wird ihr „Energiepolitischer Appell“ veröffentlicht. Seine Forderungen:
  • längere Laufzeiten für Atomkraftwerke
  • keine Brennelementesteuern
  • Beibehaltung der Ausnahmen von der Ökosteuer
  • Entbürokratisierung beim Ausbau der Stromnetze
Oder im Klartext: Wir wollen schalten und walten, wie WIR wollen – und möglichst keine Steuern zahlen. Wozu die Stromkonzerne zur Durchsetzung ihrer Forderungen bereit sind, bewiesen sie in der letzten Woche. Da drohten sie einfach mal die Abschaltung von Kraftwerken an. Unterzeichnet haben den Appell die Spitzen aus Wirtschaft und weitere Eliten unserer Gesellschaft. Sie stellen sich „gerne“ in den Dienst einer guten, strahlenden Atomsache. Es lohnt ein Blick auf Fakten, die natürlich nicht in der Anzeige abgedruckt sind. Und es lohnt ein Blick auf die Unterzeichner. Der macht klar: Es geht nicht um Ihre, um unsere Interessen, es geht allein um die Interessen der Wirtschaft.

Was in der Anzeige verschwiegen wird: Atomkraft ist eine Risikotechnologie. Die Kernschmelze im US-amerikanischen Kernkraftwerk Three Mile Island (1979), die Explosion des Kernkraftwerkes Tschernobyl mit anschließender radioaktiver Verseuchung weiter Landstriche (1985) – das ist gerade einmal rund 30 Jahre her. Schon vergessen? Aber auch deutsche Atomkraftwerke sind nicht frei von Risiken und Störfällen. Wer wüsste das nicht besser als die Unterzeichnenden Dr. Jürgen Großmann (RWE), Tuomo Hatakka (Vattenfall), Dr. Johannes Teyssen (E.ON) und Hans-Peter Villis (EnBW)? Ihnen „gehören“ die Atomkraftwerke in Deutschland, die aufgrund von verschiedenen technischen Problemen immer wieder abgeschaltet werden müssen. Mit unterzeichnet hat auch Dr. Rüdiger Grube. Das ist der Bahnchef. Die Deutsche Bahn, da reichen ja schon ein paar Blätter auf Gleisen, um einen hypermodernen ICE lahm zu legen. Aber wenn es um die riskante Atomkraft geht, dann dürfen wir dem Bahnchef sicher vertrauen, daß da nichts passieren kann…

Was in der Anzeige ebenfalls verschwiegen wird: Wo wollen wir eigentlich unseren Atommüll lagern? In Deutschland gibt es immer noch kein atomares Endlager. Gut, im Mittelalter kippten wir unseren Müll einfach auf die Straße. Fenster auf und raus damit. Hat sich allerdings nicht bewährt, heute verbrennen wir unseren Müll. Aber was geschieht derzeit mit dem Atommüll? Es wird „zwischengelagert“. Einfach in Hallen. Doch wohin damit? Darauf gibt es noch immer keine Antwort. Aber vielleicht kann ja hier der mitunterzeichnende Oliver Bierhoff helfen. Der Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft reist ja viel herum. Vielleicht kann er ja hier und da und dort mal ein bisschen Müll verteilen… Übrigens, Oliver Bierhoff ist nicht einfach so beim Appell dabei. Sein Vater saß mal im Vorstand von RWE.

„Damit die Preise für alle bezahlbar bleiben“ – was die Anzeige verschweigt: Heute laufen noch Atomkraftwerke – haben Sie das Gefühl, ihr Strom sei billig? Das Gegenteil ist ja wohl der Fall, die Preise steigen und steigen und steigen. Warum? Nicht die billigsten Kraftwerke bestimmen den Preis, sondern die teuersten Kraftwerke in einem Kraftwerkspark. Atomstrom kostet die Betreiber in der Herstellung rund 2 Cent pro Kilowattstunde. Was zahlen Sie für Ihren Strom? Billig ist der Strom nur für RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW. Die verdienen mit Atomstrom Milliarden.

Und wollen dafür keine neuen Steuern zahlen. Wie zum Beispiel die Brennelementesteuer. Schauen Sie sich doch mal rund um ihr Zuhause um. Wie sehen die Straßen aus? In welchem Zustand sind die öffentlichen Gebäude, wie zum Beispiel Schulen? Was wird aus Ihrer Bibliothek? Der deutsche Staat ist hoch verschuldet, er braucht dringend zusätzliche Steuereinnahmen. Wer soll denn die bezahlen? Wir Bürger von unserem Lohn – oder sollten nicht die Unternehmen, die Milliarden Gewinne einfahren, etwas von ihrem Gewinn für die Gemeinschaft abführen? Statt das Geld nur an ihre Manager und Aktionäre auszuschütten.

Schauen Sie sich die Liste der Unterzeichner genau an. Sie alle haben ganz eigennützige Motive. Fragen Sie sich selber: Sind das wirklich die Interessen von uns Menschen in Deutschland? Für wen sprechen Ackermann, Cromme, Clement & Co – für uns Bürger etwa??

 

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