
Dirk Schult, SPD-Ratsherr aus Holsterhausen.
Deutschlands Friseure haben jetzt einen Mindestlohn. Seit dem 1. August gilt: mindestens 7,50 Euro pro Stunde für Friseurinnen und Friseure. In zwei Stufen steigt dieser Mindest-Stundenlohn bis 2015 auf 8,50 Euro.
Eine gute Nachricht! Wer hart arbeitet und einen Vollzeitjob hat, muß von seinem Lohn auch leben können. Aber: Reichtum wird bei den Beschäftigten im Friseur-Handwerk nicht ausbrechen. 7,50 Euro pro Stunde, das macht bei 176 Stunden Arbeit im Monat 1320 Euro Lohn. Brutto! Der Mindestlohn ist kein Luxuslohn.
Interessant am Mindestlohn im Friseurhandwerk: Die Gewerkschaften fordern seit Jahren Mindestlöhne, die Initiative für den Friseur-Mindestlohn ging aber jetzt von den Arbeitgebern aus! Auch sie haben erkannt, daß immer billiger eine Abwärtsspirale auslöst. Dumping-Löhne schaden am Ende auch den Arbeitgebern.
Und was für das Friseur-Handwerk gilt, gilt auch in allen anderen Branchen. Wo bleibt ein bundesweit einheitlicher, gesetzlicher Mindestlohn für alle Beschäftigte?
Auch darum geht es bei der Bundestagswahl im September: Um faire Löhne für harte Arbeit.

Mitglied werden

