
Die E-Mail an die Schwester, das Telefonat mit dem Geschäftspartner, die Internetseiten, auf denen wir uns bewegen: Der amerikanische Geheimdienst NSA liest mit, belauscht, speichert. Wir alle werden bespitzelt durch das Spionage-Programm PRISM. Die Merkel-Regierung weiß das offensichtlich – und lässt es zu.
Öffentlich gewordene Dokumente belegen: Mindestens seit 2011 weiß die Bundeswehr und damit das Verteidigungsministerium vom Spitzel-Programm PRISM. Und der Koordinator für die Geheimdienste, Kanzleramtsminister Ronal Pofalla, sitzt Tür-an-Tür mit Angela Merkel. Weder von Pofalla noch von Verteidigungsminister Thomas de Maizière sind aber klärende Worte zu hören. Und Innenminister Friedrich verstrickt sich in absurden Empfehlungen, wie: deutsche Bürgerinnen und Bürger sollten doch lieber selbst ihre Privatsphäre schützen.
An der Aufklärung des Spionage-Skandals scheint die Merkel-Regierung kein Interesse zu haben. Die Kanzlerin will das Thema auf die Ebene internationaler Verhandlungen heben, wie sie am Freitag vor der Bundespressekonferenz sagte. Denn sie weiß: Das dauert lange. Ihr Ziel ist, Zeit zu gewinnen bis zur Bundestagswahl, ohne die Amerikaner stoppen zu müssen.
Wir sagen: JETZT müssen die ANTWORTEN auf den Tisch!

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