
Die Schule hat begonnen. Das soll ja nicht für alle Schülerinnen und Schüler eine gute Nachricht sein…
Keine gute Nachricht ist das auf jeden Fall für die mehr als 100 Dorstener Fünftklässler, die sich an den Gesamtschulen in Schermbeck und Wulfen angemeldet haben. Und dort nicht angenommen wurden. Die jetzt zu einer von ihnen nicht gewünschten Schule gehen müssen. Für ihren Willen und den Willen ihrer Eltern war in Dorsten kein Platz.
Wie soll die Schule der Zukunft aussehen? Die Position der Mehrheitspartei ist klar: Weiter mit dem 3-gliedrigen Schulsystem. Für den Elternwillen ist da kein Platz. Die SPD will eine offene Diskussion: Welche Schulen wollen Eltern für ihre Kinder?
Das 3-gliedrige Schulsystem – schon im zarten Alter von rund 9 Jahren werden Jungen und Mädchen in Schubladen gesteckt. Die Grundschule spricht eine verpflichtende Empfehlung aus: Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Wie zweifelhaft eine so frühe Entscheidung ist, zeigt eine Erhebung der Gesamtschul-Verbände in NRW. Sie befragte rund 4.800 Gesamtschulabiturienten dieses Jahres, welche Empfehlung sie vor 10 Jahren bekommen hätten. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Nur 30 % der Abiturienten bekamen damals eine Empfehlung zum Gymnasium. Das heißt, 70 % dieser jungen Menschen hätten ohne Gesamtschulen vermutlich kein Abitur gemacht!

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